Website selbst erstellen oder erstellen lassen — Entscheidungshilfe

Website selbst erstellen oder erstellen lassen — was lohnt sich?

Vergleich 23. März 2026 9 Min. Lesezeit Von Holger Köther

Die ehrliche Antwort hängt von zwei Dingen ab: deiner Zeit und deinem Budget. Wer beides hat, kann frei wählen. Wer wenig Zeit hat, sollte abgeben. Wer wenig Budget hat, muss selbst ran. Und wer beides nicht hat? Der braucht den richtigen Kompromiss.

In diesem Artikel vergleichen wir die drei gängigen Optionen ehrlich und ohne Verkaufssprech. Inklusive einer Entscheidungshilfe am Ende.

Option 1: Website selbst erstellen (Baukasten)

Anbieter wie Jimdo, IONOS MyWebsite, Strato oder Wix bieten Baukastensysteme an, mit denen du deine Website selbst zusammenklickst. Template auswählen, Texte eintippen, Bilder hochladen — fertig. So die Theorie.

Vorteile

  • Günstig: ab 4,50 €/Monat
  • Volle Kontrolle über Design und Inhalt
  • Sofort änderbar — du bist unabhängig
  • Große Auswahl an Templates
  • Du lernst, wie Websites funktionieren

Nachteile

  • 8 – 15 Stunden Einrichtung
  • Laufende Pflege (Updates, Texte, Bilder)
  • Impressum und Datenschutz: dein Problem
  • SEO-Grundlagen musst du selbst lernen
  • Ergebnis hängt von deinem Designgespür ab

Für wen ist das die richtige Wahl?

Wenn du technikaffin bist, Spaß am Gestalten hast und abends mal ein paar Stunden Zeit investieren willst — dann ist ein Baukasten eine gute Wahl. Du sparst Geld und hast die volle Kontrolle.

Aber sei ehrlich mit dir: Wenn du nach drei Abenden im Editor frustriert aufgibst, ist die Website nie online gegangen — und das Geld ist trotzdem weg. Das passiert häufiger, als man denkt.

Was viele unterschätzen: Die rechtliche Seite

Als Gewerbetreibender brauchst du laut § 5 DDG ein korrektes Impressum und eine DSGVO-konforme Datenschutzerklärung. Bei einem Baukasten bist du dafür selbst verantwortlich. Ein fehlerhaftes Impressum ist ein Abmahnrisiko — und Abmahnanwälte wissen, wo sie suchen müssen.

Professionelle Impressum-Generatoren kosten 50 – 150 €/Jahr. Das kommt zu den Baukasten-Kosten dazu.

Option 2: Website von einer Agentur erstellen lassen

Du beauftragst eine Webdesign-Agentur, die alles für dich macht: Design, Texte, Technik, Hosting. Das Ergebnis ist in der Regel professionell — aber es hat seinen Preis.

Vorteile

  • Professionelles, individuelles Design
  • Technisch sauber umgesetzt
  • SEO, Impressum, DSGVO sind inklusive
  • Persönlicher Ansprechpartner
  • Gut für komplexe Projekte (Shop, Buchung)

Nachteile

  • Teuer: 3.800 – 10.000 € einmalig
  • Änderungen oft kostenpflichtig (80 – 150 €/h)
  • Wartezeit: Wochen bis Monate für die Fertigstellung
  • Abhängigkeit: Ohne Agentur keine Änderungen
  • Inhalte veralten, weil Updates teuer sind

Für wen ist das die richtige Wahl?

Wenn du einen Online-Shop brauchst, ein komplexes Buchungssystem, oder ein Design, das sich von 95 % aller Wettbewerber abheben muss — dann lohnt sich eine Agentur. Auch wenn du Budget für 5.000 – 10.000 € hast und bereit bist, für Änderungen extra zu zahlen.

Für einen Friseursalon, der seine Öffnungszeiten und Preise zeigen will? Ehrlich gesagt überdimensioniert.

Das Update-Problem

Das größte Problem bei Agentur-Websites ist nicht die Ersteinrichtung — die ist meistens gut. Das Problem ist danach. Weil Änderungen umständlich sind (E-Mail schreiben, auf Antwort warten, Freigabe erteilen), bleiben viele Agentur-Websites monate- oder sogar jahrelang unverändert.

Das Ergebnis: falsche Öffnungszeiten, alte Preise, ein längst ausgeschiedener Mitarbeiter auf der Team-Seite. Das schadet mehr als keine Website.

Option 3: Website-als-Service

Ein relativ neues Modell: Du gibst deine Betriebsdaten an, und der Anbieter erstellt und pflegt die Website für dich. Kein Editor, kein CMS, keine Technik. Änderungen per Chat-Nachricht.

Vorteile

  • Kein eigener Aufwand — alles wird erledigt
  • Günstig: 15 – 50 €/Monat
  • Impressum, Datenschutz, SEO inklusive
  • Änderungen per Chat-Nachricht
  • Keine Technik-Kenntnisse nötig

Nachteile

  • Weniger Design-Kontrolle als bei Agentur
  • Nicht für komplexe Projekte (Online-Shop)
  • Weniger individuell als Agentur-Arbeit
  • Abhängigkeit vom Anbieter

Für wen ist das die richtige Wahl?

Für die meisten kleinen Betriebe. Wenn du eine saubere Online-Präsenz brauchst, keine Zeit für Technik hast und kein Budget für eine Agentur — ist Website-als-Service der beste Kompromiss aus Preis, Qualität und Aufwand.

Bei franken.page funktioniert das so: Du schickst deine Betriebsdaten per WhatsApp oder Telegram — Name, Adresse, Services, Öffnungszeiten. Die Website entsteht automatisch. Änderungen später? Kurze Nachricht, die Website wird automatisch angepasst. Alles für 14,99 €/Monat inkl. MwSt.

Die Entscheidungshilfe

Statt langer Theorie — hier eine einfache Entscheidungsmatrix:

Wenn du ... bist, dann nimm ...

Wenn
Du bist technikaffin und hast Spaß am Gestalten? Baukasten (Jimdo, IONOS). Spar das Geld und lerne dabei was.
Wenn
Du hast keine Zeit und keine Lust auf Technik? Website-als-Service. Du schickst deine Daten, der Rest passiert automatisch.
Wenn
Du brauchst einen Online-Shop oder ein Buchungssystem? Agentur. Komplexe Funktionen brauchen individuelle Entwicklung.
Wenn
Du willst die günstigste Lösung und Zeit ist kein Problem? Baukasten im günstigsten Tarif + eigenes Impressum einrichten.
Wenn
Du willst einfach, dass es erledigt ist — ohne Stress? Website-als-Service. Das ist der Sinn der Sache.

Der Zeitfaktor: Was Selbermachen wirklich kostet

Die Stundenzahlen klingen harmlos: 8 bis 15 Stunden für die Ersteinrichtung. Aber rechne mal nach: Wenn du als Handwerker oder Dienstleister 40 € die Stunde verdienst, sind 10 Stunden Baukasten-Arbeit 400 € Opportunitätskosten. Plus die laufende Pflege.

Das heißt nicht, dass Selbermachen falsch ist. Es heißt: Rechne ehrlich. Wenn du in der Zeit, die du am Editor sitzt, Kunden bedienen könntest — ist Selbermachen vielleicht die teuerste Option.

Die günstigste Website ist nicht die mit dem niedrigsten Monatspreis — sondern die, die dich insgesamt am wenigsten kostet. Zeit inklusive.

Was ist mit WordPress?

WordPress ist mächtig, flexibel und theoretisch kostenlos. In der Praxis brauchst du aber: Hosting (5 – 30 €/Monat), ein Theme (50 – 100 € einmalig), Plugins für Kontaktformulare, SEO, Sicherheit (teilweise kostenpflichtig), und regelmäßige Updates.

WordPress ist eine gute Wahl, wenn du technisch versiert bist oder jemanden kennst, der es ist. Für einen kleinen Betrieb ohne Tech-Hintergrund ist es eher Overkill — und die Wartung wird schnell zum Dauerthema.

Fazit: Es gibt kein „richtig“ — nur „richtig für dich“

Alle drei Optionen haben ihre Berechtigung. Es gibt keine objektivierbar beste Lösung — nur die, die zu deiner Situation passt.

Die Kurzfassung:

Wenn du dich für den Weg ohne Aufwand entscheidest: Website erstellen per WhatsApp — Betriebsdaten eingeben, Website entsteht automatisch. Ab 14,99 €/Monat inkl. MwSt.

Mehr zum Thema Kosten findest du hier: Was kostet eine Website für einen kleinen Betrieb? (2026)

Häufige Fragen

Das hängt von deiner Zeit und deinem Budget ab. Wenn du technikaffin bist und Spaß am Bauen hast — selber machen. Wenn du keine Zeit hast — erstellen lassen, entweder per Agentur (teuer, individuell) oder per Website-als-Service (günstig, kein Aufwand).

Volle Kontrolle über Design und Inhalt, niedrige monatliche Kosten (ab 5 €/Monat), und du lernst, wie Websites funktionieren. Nachteil: hoher Zeitaufwand und du musst dich selbst um Impressum, Datenschutz und SEO kümmern.

Bei einer Agentur: 3.800 – 10.000 € einmalig plus laufende Kosten. Bei einem Website-als-Service-Anbieter: 15 – 50 €/Monat all-inclusive. Bei franken.page kostet es 14,99 €/Monat inkl. MwSt.

Jimdo und IONOS MyWebsite sind für Anfänger am einfachsten. Beide haben deutschsprachige Baukastenmodelle mit Templates für verschiedene Branchen. Allerdings musst du dich selbst um Impressum und Datenschutz kümmern.

Ja, bei allen drei Optionen. Bei Baukastensystemen änderst du selbst im Editor. Bei Agenturen beauftragst du Änderungen (oft kostenpflichtig). Bei Website-als-Service schickst du eine Chat-Nachricht und die Änderung wird automatisch umgesetzt.

Keine Lust auf Technik? Daten schicken, fertig.

Betriebsdaten per Chat eingeben — deine Website entsteht automatisch. Ab 14,99 €/Monat inkl. MwSt.

WhatsApp → Telegram →

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