Die ehrliche Antwort hängt von zwei Dingen ab: deiner Zeit und deinem Budget. Wer beides hat, kann frei wählen. Wer wenig Zeit hat, sollte abgeben. Wer wenig Budget hat, muss selbst ran. Und wer beides nicht hat? Der braucht den richtigen Kompromiss.
In diesem Artikel vergleichen wir die drei gängigen Optionen ehrlich und ohne Verkaufssprech. Inklusive einer Entscheidungshilfe am Ende.
Option 1: Website selbst erstellen (Baukasten)
Anbieter wie Jimdo, IONOS MyWebsite, Strato oder Wix bieten Baukastensysteme an, mit denen du deine Website selbst zusammenklickst. Template auswählen, Texte eintippen, Bilder hochladen — fertig. So die Theorie.
Vorteile
- Günstig: ab 4,50 €/Monat
- Volle Kontrolle über Design und Inhalt
- Sofort änderbar — du bist unabhängig
- Große Auswahl an Templates
- Du lernst, wie Websites funktionieren
Nachteile
- 8 – 15 Stunden Einrichtung
- Laufende Pflege (Updates, Texte, Bilder)
- Impressum und Datenschutz: dein Problem
- SEO-Grundlagen musst du selbst lernen
- Ergebnis hängt von deinem Designgespür ab
Für wen ist das die richtige Wahl?
Wenn du technikaffin bist, Spaß am Gestalten hast und abends mal ein paar Stunden Zeit investieren willst — dann ist ein Baukasten eine gute Wahl. Du sparst Geld und hast die volle Kontrolle.
Aber sei ehrlich mit dir: Wenn du nach drei Abenden im Editor frustriert aufgibst, ist die Website nie online gegangen — und das Geld ist trotzdem weg. Das passiert häufiger, als man denkt.
Was viele unterschätzen: Die rechtliche Seite
Als Gewerbetreibender brauchst du laut § 5 DDG ein korrektes Impressum und eine DSGVO-konforme Datenschutzerklärung. Bei einem Baukasten bist du dafür selbst verantwortlich. Ein fehlerhaftes Impressum ist ein Abmahnrisiko — und Abmahnanwälte wissen, wo sie suchen müssen.
Professionelle Impressum-Generatoren kosten 50 – 150 €/Jahr. Das kommt zu den Baukasten-Kosten dazu.
Option 2: Website von einer Agentur erstellen lassen
Du beauftragst eine Webdesign-Agentur, die alles für dich macht: Design, Texte, Technik, Hosting. Das Ergebnis ist in der Regel professionell — aber es hat seinen Preis.
Vorteile
- Professionelles, individuelles Design
- Technisch sauber umgesetzt
- SEO, Impressum, DSGVO sind inklusive
- Persönlicher Ansprechpartner
- Gut für komplexe Projekte (Shop, Buchung)
Nachteile
- Teuer: 3.800 – 10.000 € einmalig
- Änderungen oft kostenpflichtig (80 – 150 €/h)
- Wartezeit: Wochen bis Monate für die Fertigstellung
- Abhängigkeit: Ohne Agentur keine Änderungen
- Inhalte veralten, weil Updates teuer sind
Für wen ist das die richtige Wahl?
Wenn du einen Online-Shop brauchst, ein komplexes Buchungssystem, oder ein Design, das sich von 95 % aller Wettbewerber abheben muss — dann lohnt sich eine Agentur. Auch wenn du Budget für 5.000 – 10.000 € hast und bereit bist, für Änderungen extra zu zahlen.
Für einen Friseursalon, der seine Öffnungszeiten und Preise zeigen will? Ehrlich gesagt überdimensioniert.
Das Update-Problem
Das größte Problem bei Agentur-Websites ist nicht die Ersteinrichtung — die ist meistens gut. Das Problem ist danach. Weil Änderungen umständlich sind (E-Mail schreiben, auf Antwort warten, Freigabe erteilen), bleiben viele Agentur-Websites monate- oder sogar jahrelang unverändert.
Das Ergebnis: falsche Öffnungszeiten, alte Preise, ein längst ausgeschiedener Mitarbeiter auf der Team-Seite. Das schadet mehr als keine Website.
Option 3: Website-als-Service
Ein relativ neues Modell: Du gibst deine Betriebsdaten an, und der Anbieter erstellt und pflegt die Website für dich. Kein Editor, kein CMS, keine Technik. Änderungen per Chat-Nachricht.
Vorteile
- Kein eigener Aufwand — alles wird erledigt
- Günstig: 15 – 50 €/Monat
- Impressum, Datenschutz, SEO inklusive
- Änderungen per Chat-Nachricht
- Keine Technik-Kenntnisse nötig
Nachteile
- Weniger Design-Kontrolle als bei Agentur
- Nicht für komplexe Projekte (Online-Shop)
- Weniger individuell als Agentur-Arbeit
- Abhängigkeit vom Anbieter
Für wen ist das die richtige Wahl?
Für die meisten kleinen Betriebe. Wenn du eine saubere Online-Präsenz brauchst, keine Zeit für Technik hast und kein Budget für eine Agentur — ist Website-als-Service der beste Kompromiss aus Preis, Qualität und Aufwand.
Bei franken.page funktioniert das so: Du schickst deine Betriebsdaten per WhatsApp oder Telegram — Name, Adresse, Services, Öffnungszeiten. Die Website entsteht automatisch. Änderungen später? Kurze Nachricht, die Website wird automatisch angepasst. Alles für 14,99 €/Monat inkl. MwSt.
Die Entscheidungshilfe
Statt langer Theorie — hier eine einfache Entscheidungsmatrix:
Wenn du ... bist, dann nimm ...
Der Zeitfaktor: Was Selbermachen wirklich kostet
Die Stundenzahlen klingen harmlos: 8 bis 15 Stunden für die Ersteinrichtung. Aber rechne mal nach: Wenn du als Handwerker oder Dienstleister 40 € die Stunde verdienst, sind 10 Stunden Baukasten-Arbeit 400 € Opportunitätskosten. Plus die laufende Pflege.
Das heißt nicht, dass Selbermachen falsch ist. Es heißt: Rechne ehrlich. Wenn du in der Zeit, die du am Editor sitzt, Kunden bedienen könntest — ist Selbermachen vielleicht die teuerste Option.
Die günstigste Website ist nicht die mit dem niedrigsten Monatspreis — sondern die, die dich insgesamt am wenigsten kostet. Zeit inklusive.
Was ist mit WordPress?
WordPress ist mächtig, flexibel und theoretisch kostenlos. In der Praxis brauchst du aber: Hosting (5 – 30 €/Monat), ein Theme (50 – 100 € einmalig), Plugins für Kontaktformulare, SEO, Sicherheit (teilweise kostenpflichtig), und regelmäßige Updates.
WordPress ist eine gute Wahl, wenn du technisch versiert bist oder jemanden kennst, der es ist. Für einen kleinen Betrieb ohne Tech-Hintergrund ist es eher Overkill — und die Wartung wird schnell zum Dauerthema.
Fazit: Es gibt kein „richtig“ — nur „richtig für dich“
Alle drei Optionen haben ihre Berechtigung. Es gibt keine objektivierbar beste Lösung — nur die, die zu deiner Situation passt.
Die Kurzfassung:
- Baukasten: Günstig, aber du investierst Zeit. Gut für Technik-Affine.
- Agentur: Professionell, aber teuer. Gut für komplexe Anforderungen.
- Website-als-Service: Günstig und kein Aufwand. Gut für Betriebe ohne Zeit für Technik.
Wenn du dich für den Weg ohne Aufwand entscheidest: Website erstellen per WhatsApp — Betriebsdaten eingeben, Website entsteht automatisch. Ab 14,99 €/Monat inkl. MwSt.
Mehr zum Thema Kosten findest du hier: Was kostet eine Website für einen kleinen Betrieb? (2026)