Die Antwort auf „Was kostet eine Website?“ ist frustrierend: Es kommt drauf an. Zwischen 54 und 10.000 € im ersten Jahr ist alles möglich. Der Unterschied? Wie viel du selbst machst — und wie viel du an jemand anderen abgibst.
Dieser Artikel gibt dir einen ehrlichen Überblick über die tatsächlichen Kosten. Keine Marketing-Versprechen, keine versteckten Haken. Einfach Zahlen.
Die drei Wege zur Website — und was sie kosten
Für kleine Betriebe gibt es im Wesentlichen drei Optionen. Jede hat ihre Berechtigung — und jede hat ihren Preis.
| Baukasten | Website-als-Service | Agentur | |
|---|---|---|---|
| Kosten 1. Jahr | 54 – 400 € | 180 – 1.200 € | 3.800 – 10.000 € |
| Kosten ab 2. Jahr | 54 – 400 €/Jahr | 180 – 1.200 €/Jahr | 300 – 2.400 €/Jahr |
| Zeitaufwand | 8 – 15 Stunden Einrichtung + laufende Pflege | Gering — Daten eingeben, fertig | Meetings + Feedback-Runden |
| Domain inklusive? | Oft nur im 1. Jahr | Meistens ja | Meistens ja |
| SEO-Grundlagen | Musst du selbst machen | Inklusive | Inklusive |
| Impressum / DSGVO | Musst du selbst machen | Inklusive | Inklusive |
| Änderungen | Selbst im Editor | Per Chat-Nachricht | Per E-Mail / Telefon (oft kostenpflichtig) |
| Geeignet für | Technik-affine, die Spaß daran haben | Betriebe ohne Zeit für Technik | Komplexe Anforderungen (Shop, Buchung) |
Option 1: Website-Baukasten (54 – 400 €/Jahr)
Anbieter wie Jimdo, IONOS MyWebsite oder Strato Homepage-Baukasten richten sich an Leute, die es selbst machen wollen. Die Einstiegspreise sehen günstig aus — aber es gibt Haken.
Was du bekommst
- Drag-and-Drop-Editor zum Zusammenklicken
- Vorlagen für verschiedene Branchen
- Hosting inklusive
- Domain oft nur im ersten Jahr inklusive
Was du nicht bekommst
- Kein fertiges Impressum: Du musst dich selbst um ein rechtssicheres Impressum nach § 5 DDG und eine DSGVO-konforme Datenschutzerklärung kümmern. Impressum-Generatoren wie eRecht24 kosten bis zu 150 €/Jahr für die Premium-Version.
- Kein SEO-Setup: Die Grundlagen (Title-Tags, Meta-Descriptions, Seitenstruktur) musst du selbst einrichten — oder es wird nichts mit der Google-Sichtbarkeit.
- Keinen Support bei inhaltlichen Fragen: Der Baukasten-Support hilft bei technischen Problemen, nicht bei „Wie schreibe ich meine Leistungen?“
Zeitaufwand
Rechne mit 8 bis 15 Stunden für die Ersteinrichtung, wenn du dich einarbeiten musst. Dazu kommt laufende Pflege: Öffnungszeiten ändern, neue Services einpflegen, Bilder tauschen. Jedes Mal einloggen, Editor öffnen, speichern, prüfen.
Baukasten = günstig im Preis, teuer in der Zeit.
Option 2: Website-als-Service (180 – 1.200 €/Jahr)
Das Konzept: Du gibst deine Betriebsdaten an, und der Anbieter erstellt und pflegt die Website für dich. Du musst nichts selbst bauen, nichts selbst pflegen, nichts selbst updaten.
Was du bekommst
- Fertige Website — du musst nichts zusammenklicken
- Domain, Hosting und SSL inklusive
- Impressum und Datenschutzerklärung werden für dich erstellt
- SEO-Grundlagen sind eingerichtet
- Änderungen per Nachricht (z. B. WhatsApp oder Telefon)
Zeitaufwand
Minimal. Du schickst deine Daten, der Anbieter macht den Rest. Änderungen später? Kurze Nachricht — fertig.
Was bei franken.page für 14,99 €/Monat dabei ist
- Eigene .de-Domain — auf deinen Namen registriert, gehört dir
- Hosting & SSL — schnell, sicher, DSGVO-konform
- Professionelles Design — mobilfreundlich, branchengerecht
- SEO-Optimierung — damit du bei Google gefunden wirst
- Rechtssicheres Impressum — nach § 5 DDG, individuell für deinen Betrieb
- Datenschutzerklärung — DSGVO-konform
- Updates per WhatsApp oder Telegram — Nachricht schicken, Website wird automatisch angepasst
- Keine Einrichtungsgebühr
Option 3: Agentur (3.800 – 10.000 € einmalig)
Eine Webdesign-Agentur baut dir eine individuelle Website. Das Ergebnis ist oft sehr gut — aber es kostet entsprechend.
Was du bekommst
- Individuelles Design, genau auf deinen Betrieb zugeschnitten
- Professionelle Texte und Bilder
- Technisch sauber umgesetzt
- Support bei Problemen
Was viele nicht erwähnen
- Laufende Kosten: Hosting (20 – 50 €/Monat), Domain-Verlängerung, SSL-Zertifikat
- Änderungen kosten extra: Viele Agenturen berechnen 80 – 150 € pro Stunde für Änderungen. Ein neues Teambild oder geänderte Öffnungszeiten? Wird ein Ticket, das bearbeitet werden muss.
- Veraltete Inhalte: Weil Änderungen Zeit und Geld kosten, bleiben viele Agentur-Websites monatelang unverändert — mit falschen Preisen, alten Öffnungszeiten oder einem längst ausgeschiedenen Mitarbeiter auf der Team-Seite.
Für einen kleinen Betrieb mit 5 – 10 Seiten, der einfach eine saubere Online-Präsenz braucht, ist eine Agentur meistens überdimensioniert. Wenn du allerdings einen Online-Shop, ein Buchungssystem oder ein sehr individuelles Design brauchst, kann sich eine Agentur lohnen.
Versteckte Kosten, die keiner erwähnt
Egal welchen Weg du wählst — achte auf diese Kostenpunkte, die gerne verschwiegen werden:
1. Domain-Verlängerung
Eine .de-Domain kostet bei der Registrierung oft nur 1 €. Die Verlängerung im zweiten Jahr liegt aber bei 10 – 15 €/Jahr. Manche Baukasten-Anbieter schenken dir die Domain im ersten Jahr — und erhöhen dann still den Preis.
2. SSL-Zertifikat
Das Schloss-Symbol in der Browserleiste. Viele Hoster bieten Let’s Encrypt kostenlos an — aber nicht alle. Manche berechnen 30 – 80 €/Jahr extra für SSL. Ohne SSL zeigt Google eine „Nicht sicher“-Warnung — das vergrault Kunden.
3. Impressum und Datenschutz
Als Gewerbetreibender brauchst du ein rechtssicheres Impressum und eine Datenschutzerklärung. Das selbst zu machen ist riskant — Abmahnanwälte kennen die Fehler. Professionelle Generatoren kosten 50 – 150 €/Jahr. Bei All-inclusive-Anbietern ist das inklusive.
4. Updates und Wartung
Bei WordPress-Seiten müssen regelmäßig Plugins und Themes aktualisiert werden — sonst wird die Seite unsicher. Agenturen bieten Wartungsverträge für 30 – 100 €/Monat an. Bei Baukastensystemen und Website-als-Service entfällt das.
5. E-Mail-Adressen
Eine professionelle E-Mail-Adresse (info@deinbetrieb.de) ist bei vielen Paketen nicht inklusive. Rechne mit 2 – 5 €/Monat extra.
Gesamtkosten-Rechnung: 1. Jahr
- Baukasten (günstigster Tarif): ~54 € + Domain (~12 €) + Impressum-Generator (~50 €) + 8 – 15 Stunden eigene Zeit = ab ~116 € + Zeit
- Website-als-Service (franken.page): 179,88 € — fertig. Alles inklusive.
- Agentur: 3.800 – 10.000 € einmalig + ~600 €/Jahr Hosting/Wartung = ab ~4.400 €
Für wen lohnt sich was?
Baukasten lohnt sich, wenn du ...
- ... Spaß an Technik hast und gerne im Editor baust
- ... abends und am Wochenende Zeit hast, dich einzuarbeiten
- ... die volle Kontrolle über jedes Detail willst
- ... dich selbst um Impressum, Datenschutz und SEO kümmern kannst
Website-als-Service lohnt sich, wenn du ...
- ... keine Zeit für Technik hast (und auch keine Lust)
- ... eine einfache, professionelle Präsenz-Website brauchst
- ... dich nicht um Impressum, Datenschutz und Hosting kümmern willst
- ... Änderungen schnell und unkompliziert haben möchtest
Agentur lohnt sich, wenn du ...
- ... einen Online-Shop oder ein Buchungssystem brauchst
- ... ein komplett individuelles Design willst
- ... spezielle Funktionen brauchst (Konfiguratoren, Mitgliederbereich, API-Anbindung)
- ... Budget für 4.000 – 10.000 € hast
Fazit: Für die meisten kleinen Betriebe liegt der Sweet Spot bei 15 – 30 €/Monat
Wenn du einen Friseursalon, eine KFZ-Werkstatt, eine Bäckerei oder einen Handwerksbetrieb hast, brauchst du keine 5.000-€-Website. Du brauchst eine saubere Online-Präsenz, die bei Google gefunden wird, die deine Kontaktdaten zeigt und die du ohne Technik-Wissen aktuell halten kannst.
Die günstigste Option mit dem wenigsten Aufwand: Website-als-Service. Du schickst deine Betriebsdaten, die Website entsteht automatisch. Änderungen später? Kurze Nachricht per Chat.
Einen vollständigen Vergleich aller Optionen findest du in unserem Website-Report 2026.